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Bille: Unser Revier

Die Bille ist der drittgrößter Fluss Hamburgs. Gesamtlänge: 65 km

Die Obere Bille

Die obere Bille, deren offizielle Quelle bei Linau in Schleswig Holstein liegt und aus dem Koberger und Linauer Moor gespeist wird, ist ein märchenhaft anmutender Kleinfluss. Sie mäandert durch den Sachsenwald, der sich in Teilen bis heute im Besitz derer v. Bismarck befindet. Der Flussabschnitt zwischen der Grander Mühle (km 25,2) darf bei ausreichendem Pegelstand leider nur in der Zeit vom 16. August bis Ende Februar befahren werden; wegen zahlreicher Hindernisse auch dann nur von geübten Kanuten im Einerkajak.

Ab Reinbek (km 6,9) kann sie bis in das Zentrum von Bergedorf ganzjährig befahren werden. Wer sich über die Kilometerangaben wundert, soll erfahren, dass die Bille in zwei Teilen jeweils gegen die Fließrichtung kilometriert ist.

Die Bille ist von jeher ein Nutzgewässer für den Antrieb von Mühlen aber auch zum Transport von Waren. Schon seit dem Jahr 1208 wurde sie aufgestaut und in Bergedorf bis in das letzte Jahrhundert zum Betrieb einer Kornwassermühle genutzt. Von Bergedorf aus kommt man dann bei der Umtragestelle am Bergedorfer Schloss (km 0,0) in den Bergedorfer Hafen (sog. Serrahn).

Die Bille wurde hier 1443 geteilt. Das Wasser der oberen Bille fließt seitdem über den drei Kilometer langen Schleusengraben (über die Krapphofschleuse) in die Dove Elbe. Von dort gelangt man nach ca. 20 Kilometern über die Tatenberger Schleuse in die Elbe.

Die Untere Bille

Der ursprüngliche Flusslauf nach Westen wurde überbaut, so dass die Untere Bille nun als kleiner Graben westlich des Sander Damms wieder beginnt.

Ganz versteckt stiehlt sich darüber hinaus ein kleiner Teil des Wassers des Schleusengrabens rechts vor der Krapphofschleuse durch ein Rohr davon. Zuerst als kleiner Graben, weitet sich die sogenannte Kampbille, um sich kurz vor dem Heckkatenweg mit der Bille zu vereinen, um dann wieder ein erkennbarer Kleinfluss zu sein und weiter in Richtung Hamburger Innenstadt zu fließen.

Sie ist bei gutem Wasserstand ab der Straßenbrücke am Bojendamm (km 13.6) in Richtung der Boberger Niederung - einem besonders schönen und vielfältigen Naturschutzgebiet im Hamburger Osten - wieder paddelbar. Die Bille wird hier zuerst von Gärten und dann vom ländlich anmutenden Billwerder und vielen Pferdeweiden begleitet. Als Paddler hat man dort allerdings besonders im Sommer mit Verkrautung zu kämpfen, da das Kraut nur ein bis zweimal im Jahr geschnitten wird. Dennoch lohnt sich der Abschnitt bis an die Autobahn A1 (km 9,3) für den Paddler besonders. Dort wird die Bille durch ein Schöpfwerk und eine Umtragestelle mit Ein- und Ausstiegssteg, unterbrochen. Seit 2015 gibt es unterhalb der Umtragestelle eine Furt für einen Reitweg.

Ab der Autobahn ist die Bille breiter und ab etwa km 7 deutlich als Nutzgewässer mit teilweise industrieller Ausprägung erkennbar. Hauptsächlich ab Schiffbek (ein Teil des heutigen Billstedt) und in Billbrook, Hammerbrook und Rothenburgsort wurde der kleine Fluss kanalisiert, und für den Schiffsverkehr zu Transportzwecken genutzt. Ebendort waren besonders ausgedehnte Industriebetriebe ansässig, die zum Teil noch bis heute den Wasserweg zum Transport ihrer Güter nutzen. Beispielhaft hierfür sei das Betonwerk Lebbin genannt. Farbige Brückengeländer in rot, gelb, blau, braun, grün und schwarz wiesen den häufig der deutschen Sprache nicht mächtigen Arbeitern schon in den letzten Jahrhunderten den Weg zu den Sammelplätzen und Viehmärkten als Orientierung und sie haben noch heute Bestand.

Ansonsten hat sich das Bild durchaus gewandelt. Nach der Veränderung des Umweltbewusstseins im zwanzigsten Jahrhundert und die Beendigung von Einleitungen hat sich die Wasserqualität  innerhalb der letzten 30 Jahre stark erholt. Die untere Bille hat sich vielerorts zum Naturparadies entwickelt. An der Bille sind viele Tierarten wieder heimisch geworden, z. B. Eisvogel, Kormoran, Brandgans und Fischreiher. Immer mehr Menschen entdecken die Bille als Wohnraum am und auf dem Wasser. So entwickelt sich unser Hausgewässer immer vielfältiger und wird auch für den Wassersport immer attraktiver. Die schönsten Seiten des Flusses, zwischen rauen Industriecharme und verträumten Naturidyll, lassen sich vom Wasser aus am besten entdecken. Durch viele der ausgebauten Kanäle bis in das Herz von Hamburg kann man nette abendliche Rundtouren unternehmen. Die Billerhuder Insel, die neben vielen Kleingärten sowie Yacht- und Ruderclub auch unsere Kanutenheimat ist, bietet beispielsweise einen nur ca. drei Kilometer langen Rundkurs mit Gartenblick. Es geht aber auch über das Billebecken in Richtung Innenstadt bis zum "Berliner Bogen" und dann durch den Mittelkanal zurück bis zur braunen Brücke und zum Verein und viele weitere Möglichkeiten.

Folgt man dem eigentlichen Flusslauf, hat man die Wahl, bei km 4,4 vor der Eisenbahnbrücke links durch den Tiefstackkanal zur gleichnamigen Schleuse in den Holzhafen abzubiegen, oder man lässt die Billerhuder Insel rechts liegen und folgt dem Bullenhuser Kanal über das Billebecken (km 2,5), um dann hinter der grünen Brücke links in Richtung der Brandshofer Schleuse (km 0) abzubiegen.

 

Und hinter den Schleusen befindet sich das Abenteuer Elbe...

 

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Wasservorhersage

für die Elbe bei Hamburg-St.Pauli
und Cuxhaven

Bundesamt für Seeschiffahrt: 
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Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
des Bundes. Grafische Darstellung:
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